Presseberichte / 150 Jahre Weltkulturerbe Schokland

150 Jahre Weltkulturerbe Schokland

Wie kaum ein anderer Ort des Landes steht das flevoländische Schokland als Symbol für das Leben der Holländer mit dem Wasser. Als erstes niederländisches Gebiet wurde die Insel auf dem Trockenen 1995 in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen – in diesem Jahr feiert Schokland sein 150-jähriges Jubiläum.

Wegen der Gefahr anhaltender Sturmfluten veranlasste König Willem III. im Jahr 1859 die Räumung der dicht besiedelten Insel. Die Sturmkatastrophe von 1825 hatte den Schokländern schmerzhaft deutlich gemacht, dass sie selbst in höheren Lagen nicht sicher sein und die Lebensumstände sich dementsprechend verschlechtern würden. Doch selbst das konnte die Bevölkerung nicht vertreiben: Fast niemand wollte die Insel für eine bessere Zukunft am Festland hinter sich lassen. Eine andere Lösung musste her. Im Jahr 1859 war es soweit: Innerhalb von vier Monaten musste jeder die Insel verlassen. Einige wenige blieben – bei einem Wasserstand von einem halben Meter. Nachdem es für den Vorschlag, die Insel den Wellen zu überlassen, massive Proteste hagelte, wurde Schokland 1942 dem Meer im Zuge der Einpolderung des Nordostpolders abgetrotzt – und zu einer Insel auf dem Trockenen.

 

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