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Städte-Newsletter 3/2010

Niederländisches Büro für Tourismus & Convention
Pressestelle – Alexandra Klaus, Nina Vennhoff

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Holländische Städte: Trendy, weltoffen & gesellig

Innovation und Geschmack: Rotterdam ist Kulinarische Hauptstadt 2010

Welthafenstadt, Designmetropole und Architekturzentrum: Zu Rotterdams Titeln gesellt sich ab sofort noch „Kulinarische Hauptstadt 2010” hinzu. Der Restaurantführer Special Bite erklärte die Stadt an der Maas aufgrund der „überraschenden Innovationen auf kulinarischem Gebiet“ zum Zentrum des guten Geschmacks. Und tatsächlich bekommt man in den Rotterdamer Restaurants vom klassischen französischen Gericht bis zur feurigen exotischen Mahlzeit alles, was der Gourmetgaumen begehrt. Nahezu jedes Stadtviertel bietet eine andere Ess- und Trinkkultur.

Höhepunkte auf der kulinarischen Landkarte sind etwa das „Duft- und Geschmacksspektakelrestaurant” Yvi, das Toprestaurant Fred oder das alteingesessene Hotel New York. Sie stehen beispielhaft für die Dynamik der Stadt, die sich auch in den Küchen niederschlägt. Ungewöhnliche Ideen machen das Dinner zum Erlebnis, so wurde für das Restaurant Obba an der Maas ein Lounge-Zelt komplett aus Seecontainern erbaut.

Unter dem Motto „Kunsthalle kocht - Festival des Echten Geschmacks“ (KunsthalKOOKT - Festival voor de Echte Smaak) dreht  sich in der „Kunsthal“ (Kunsthalle) vom 9. bis 12. September ein ganzes Wochenende alles ums Kochen und Genießen. Eine Kochshow lockt mit überraschenden Demonstrationen und einem Außencafé. 

www.rotterdam.info, www.kunsthal.nl

Tag der Rothaarigen: Tausende feiern ihre Haarpracht in Breda

Einmal im Jahr zieht die kleine Stadt Breda im Süden der Niederlande alle Blicke auf sich. Zum „Tag der Rothaarigen“ am 4. und 5. September treffen dort Erdbeerblonde aus der ganzen Welt zusammen, um ihre natürliche Kopfbedeckung zu feiern. Das Festival ist  international ausgerichtet und bisher haben sich Rotschöpfe aus aller Herren Länder angemeldet.

An beiden Tagen ist in der historischen Stadt ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm geplant: Mode, Kunst und Wissenschaft sind Inhalte von Workshops, Podiumsdiskussionen oder Ausstellungen. Ein weiterer Programmpunkt ist eine Farbberatung, kombiniert mit einer Porträt-Zeichnung. Professionelle Maler fertigen Porträts an, Stilberater geben fachkundige Hilfestellungen in Fragen zur modischen Farbwahl. Es handelt sich um eine kostenfreie Veranstaltung, zu der keine Reservierung nötig ist. Bei einem Foto-Termin unmittelbar nach der Eröffnung am Samstag,
4. September, 11 Uhr, sollen im Park von Breda 3.000 bis 5.000 rothaarige Menschen gemeinsam abgelichtet werden.

Die Stadt Breda bietet Hotelarrangements an. Acht Hotels arbeiten mit dem Tourismusbüro VVV Breda zusammen und vermieten Zimmer inklusive Frühstücksbuffet, Informationspaket über die Stadt, Restaurantbroschüre und Gutschein für das Holland Casino Breda für 60 Euro pro Person für zwei Übernachtungen. Das Arrangement gilt übrigens nicht nur für Rothaarige.

www.roodharigen.nl; www.vvvbreda.nl; www.niederlande.de

„Grachtenrace Amsterdam“: Wettrudern über die Kanäle

Ein Wettrennen der besonderen Art findet am Samstag, 9. Oktober, in Amsterdam statt: Teams von acht bis zwölf Ruderern jagen einander über
24 Kilometer Länge kreuz und quer durch die Innenstadt Amsterdams. Die  „Grachtenrace Amsterdam“ findet seit 1986 jährlich statt und erfreut sich seither steigender Teilnehmerzahlen. 2009 traten schon 140 Boote gegeneinander an. Wer ohne größere Havarie ins Ziel kommen möchte, der muss über eine gehörige Portion Geschick verfügen, denn schmale Brücken, Rundfahrtboote und natürlich die Konkurrenz gilt es zu umschiffen. Auch für die anfeuernden Zuschauer lohnt sich das Kommen, da man die Boote wegen des filigranen Aufbaus der Amsterdamer Grachten gut über Brücken mit dem Rad oder zu Fuß verfolgen kann. Start und Ziel der „Grachtenrace“ ist das Oosterdak am Schifffahrtmuseum. Bis einschließlich 27. September können sich engagierte Ruderteams noch einschreiben.

Der Amsterdamer Grachtengürtel aus dem 17. Jahrhundert ist am 1. August 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden. Die UNESCO würdigt damit das Gebiet in der Amsterdamer Innenstadt als einzigartiges Städtebauprojekt. Der Grachtengürtel ist das neunte Welterbe im Königreich der Niederlanden.

Das historische Geflecht von Kanälen wurde von der UNESCO als weltweit einzigartiges städtebauliches und architektonisches Gesamtkunstwerk anerkannt. Zudem sei es Ausdruck der ökonomischen, politischen und kulturellen Blüte Amsterdams im Goldenen Zeitalter. Die Stadt war damals das „Warenhaus“ der Welt und das Zentrum der wissenschaftlichen und philosophischen Entwicklungen.

www.iamsterdam.com

Utrecht Underground: Obdachlose zeigen ihre Stadt

Wer sich auf „Utrecht Underground“ einlässt, kommt in den Genuss einer ungewöhnlichen Stadtführung. Die Stadtführer sind (ehemalige) Obdachlose oder (cleane) Drogenabhängige und zeigen keine klassischen Sehenswürdigkeiten wie die malerischen Grachten oder den Utrechter Dom sondern ihr persönliches Utrecht. Nach einer speziellen Ausbildung zum Stadtführer geleiten sie Touristen und Einheimische an die Orte, an denen sie vorher lebten, „abhingen“ und Drogen konsumierten. Sie erzählen von ihren Erfahrungen auf der Straße und ihrem Leben als Obdachlose, oft auf sehr humorvolle Art. Das Projekt „Utrecht Underground“ ist angeschlossen an „Altrecht Talent“, einer Organisation, die zum Ziel hat, Menschen mit psychiatrischen Störungen oder Suchterkrankungen in die Gesellschaft zu
reintegrieren. Das Projekt „Utrecht Underground“ wurde im September 2009 ins Leben gerufen und erfreut sich innerhalb seines ersten Jahres wachsender Besucherzahlen.

Die Stadtführung kostet 7,50 Euro pro Person und findet bei minimal drei Personen statt. Start ist das Tourismusbüro VVV am Dom, Führungen werden auch auf Englisch gehalten.

www.utrechtunderground.nl; www.utrechtyourway.nl

Mittelalter in Nimwegen: Gebroeders van Limburg Festival

Pferdehufe klappern durch die Straßen der Altstadt von Nimwegen, Händler bieten Waren feil, Bogenschützen zeigen ihre Künste und Schafherden versperren den Weg. Troubadours, Tanz- und Musikgruppen sowie Falkner, Miniaturmaler, Handwerker und viele weitere Akteure unterhalten die Gäste des „Gebroeders van Limburg Festival“ (Gebrüder-von-Limburg-Festival) am Samstag und Sonntag, 28. und 29. August. Der Höhepunkt des Festivals im Valkhofpark von Nijmegen ist ein authentisches Ritterturnier, bei dem Männer in Rüstungen um die Ehre und die Hand der zauberhaften Jungfrau auf der Ehrentribüne kämpfen. Beim „Gebroeders van Limburg Festival“ wird den aus Nimwegen stammenden Brüdern gedacht. Die Brüder Paul, Herman und Johan van Limburg waren Sprösslinge des Geschlechts Maelwael van Limburg. Ihre Geschichte begann in Nimwegen, wo sie kurz vor 1400 geboren wurden. Ihre Glanzzeit verbrachten sie in Frankreich, erst am burgundischen Hof von Phillip dem Kühnen, danach am Hof von Herzog Jean de Berry.

www.niederlande.de; www.gebroedersvanlimburgfestival.nl

Hauptstadt schöner Formen: Dutch Design Week

In die Hauptstadt des Designs verwandelt sich Eindhoven in der Woche vom 23. bis 31. Oktober im Rahmen der „Dutch Design Week“ (DDW), der größten Veranstaltung rund um das Thema Design in den Niederlanden. An mehr als 40 Adressen in Eindhoven zeigt die Dutch Design Week zahlreiche kreative Formen von Design: Grafik- und Produktdesign, Interieur, Branddesign, Textildesign und Mode. Neben bekannten und etablierten Künstlern wird viel Raum für neue Talente geschaffen. Das Programm der Woche ist reichhaltig und wechselt zwischen Workshops, Ausstellungen, Seminaren, Partys und Award Shows. Als Höhepunkte der diesjährigen DDW werden unter anderem die Ausstellung „Oiva Toikka“ von Ittala, das soziale Designprojekt „Design Circus Woensel-West“, das sich mit dem Eindhovener Problemviertel Woensel auseinandersetzt, und neue Werke des nordholländischen Entwerfers Piet Hein Eek vorgestellt.

Als Ko-Kuratoren der Dutch Design Week 2010 konnten Roland Bird en Marijn van der Poll gewonnen werden. Der Engländer Roland Bird arbeitete Anfang der Neunzigerjahre bei Philips Design am Projekt „Vision of Future“, 1999 gründete er die Agentur GRO Design. Marijn van der Poll machte sich schon während seines Studiums an der Design Academy Eindhoven mit dem Entwurf seines „Do Hit“-Stuhls einen Namen. Inzwischen leitet auch er ein eigenes Design-Studio.

Zentrale Themen der diesjährigen Dutch Design Week sind „Social Design“ und Nachhaltigkeit.

www.niederlande.de; www.dutchdesignweek.nl

„Vocal Competition“ in Den Bosch: Internationaler Sänger-Wettstreit  

Der Sängerwettstreit  „International Vocal Competition” (IVC) wird vom
17. bis 26. September in Den Bosch ausgetragen. Er ist seit 1954 der einzige internationale Gesangswettbewerb für klassischen Gesang in den Niederlanden. Der Wettstreit richtet sich an all jene, die eine professionelle Gesangskarriere im klassischen Bereich anstreben: Die IVC sieht sich als Fürsprecher der Vokalmusik mit großem Interesse an Nachwuchstalenten. Die Karriere junger Sänger wird insofern durch die „Vocal Competition“ angeregt als sie von Jurys beurteilt und in ein Netzwerk aus Konzertdirektionen, Impressarios, Medien und Casting-Direktoren eingeführt werden. Außerdem geben die Nachwuchssänger Konzerte.

Der niederländische Komponist Wilbert Bulsink hat für die 48. Ausgabe der Veranstaltung ein Stück unter dem Titel “Das Narrenschiff” mit einem Text des Straßburger Dichters Sebastian Brant (1457-1521) in Alt-Hochdeutscher Sprache komponiert. Die Teilnehmer des Wettbewerbs sind eingeladen, ihre Interpretation des Liedes vorzutragen.

Die IVC gehört zu den renommiertesten Gesangswettbewerben der Welt und ist Mitglied der Föderation Internationaler Klassischer Musikwettbewerbe (World Federation of International Music Competitions WFIMC). Geleitet wird  er von der Mezzosopranistin Annett Andriesen, die 1975 selber als Preisträgerin hervorging. Für den vergangenen Wettbewerb im Jahre 2008 hatten sich 175 Kandidaten aus mehr als
40 Ländern angemeldet.

www.internationalvovalcompetition.nl

Königliche Kutschfahrt: Prinsjesdag in Den Haag

In der royalen Stadt Den Haag zeigt sich die niederländische Königin Beatrix volksnah. Am 21. September wird sie in Begleitung weiterer Royals mit der goldenen Familienkutsche durch die Straßen chauffiert. Anlass ist der so genannte „Prinsjesdag“ (Prinzentag), ein traditionsreiches Volksfest, das dem Auftakt zum parlamentarischen Jahr gewidmet ist. Die Kutschfahrt startet am  „Paleis Noordeinde“ im Stadtzentrum und endet am Sitz des niederländischen Parlaments, dem Binnenhof. Der Palast Noordeinde ist seit 1984 der Arbeitsplatz der Königin. Zu ihm gehören die königlichen Stallungen, die als Parkplatz der goldenen Kutsche dienen, und das Hausarchiv der Familie. Leider ist das Palais für den Publikumsverkehr nicht zugänglich, aber auch ein Spaziergang entlang des historischen Renaissance-Bauwerks ist beeindruckend. Mit ein wenig Glück kann man einen Blick auf Königin Beatrix erhaschen, wie sie in ihrem Palast arbeitet oder sie sogar beim Shoppen beobachten: Rund um das Palais finden sich einige Hoflieferanten der königlichen Familie. Das wenige Schritte entfernte Edelkaufhaus „Maison de Bonneterie“ etwa darf das begehrte Gütesiegel tragen.                

Das Tourismusbüro VVV in Den Haag bietet ein besonderes Arrangement zum Prinsjesdag an. Den ganzen Tag über haben Teilnehmer von der Tribüne aus den besten Blick auf das Geschehen, und bevor der königliche Rummel beginnt, lädt ein Stadtführer zu einem Rundgang ein. Anschließend wird Kaffee mit Gebäck gereicht, abgerundet mit einem typischen Oranjebitter, der traditionell zu Festivitäten rund um das königliche Haus getrunken wird. Das Arrangement kostet 39,50 Euro. Die Stadtführung ist auch auf Englisch und Deutsch möglich.

www.denhaag.nl

Unterirdisches Maastricht: Kulturschätze im Labyrinth

Das kulturelle Erbe Maastrichts umfasst weit mehr als die überirdischen Attraktionen. Mindestens ebenso viele historische Schätze befinden sich unter der Erde. Unter dem Hochplateau Sint-Pietersberg vor den Toren der malerischen Stadt in der Provinz Limburg befindet sich ein unterirdisches Labyrinth mit mehr als 20.000 Gängen, das eine jahrhundertealte Mystik verströmt. Einstmals als Rückzugsort und Schutzraum im Zweiten Weltkrieg genutzt, ist das ehemalige Mergelstein-Abbaugebiet jetzt ein Museum.

Erfahrene Stadtführer geleiten wissbegierige Laien-Höhlenforscher durch die Grotten und erzählen Geschichten über die zahlreichen Wandbilder und Schriften. Ebenso eindrücklich wie die Höhlenanordnung sind das Kuppelgewölbe, die Minengalerien und Pulverkammern im kilometerlangen Gangsystem der Verteidigungslinie Du Moulin und den Kasematten. Beim unterirdischen Kirchenweg am 9. und 10. sowie 23. und 24. Oktober werden die Besucher Zeugen verborgenen Glaubens, entdecken unterirdische Kapellen und lassen sich in die Zeit Napoleons und der französischen Revolution entführen. Besucher des Labyrinths sollten feste Schuhe anziehen und sich auf Temperaturen von ungefähr zehn Grad einstellen.

Der Oktober steht in Maastricht und Umgebung im Zeichen des Mergels. Dieses Gestein ist eine Kalk-Ton-Mischung, die unter dem Sankt Pietersberg abgebaut wurde, und als Rohstoff für die Zementherstellung dient. Das Gangsystem unter dem Berg ist ein Nebeneffekt des Abbaus. Im Oktober werden an verschiedenen Orten die unterschiedlichsten Aktivtäten im Zeichen des Mergels organisiert: Es werden Workshops zur Mergelbearbeitung angeboten, Lesungen, Ausflüge, Kunstführungen und Sonderausstellungen veranstaltet. Am Halloween-Wochenende (30. und 31. Oktober) wird ein unterirdisches Spektakel mit spannenden Geschichten und Theateraufführungen rund um das Thema Halloween inszeniert.

www.vvvmaastricht.eu

Wie zu Hause in Groningen: Übernachten in Privatzimmern

Die Stadt Groningen ist um eine außergewöhnliche Unterkunft reicher: „Stee in Stad“. Hier übernachtet man als Tourist nicht in einem klassischen Hotel, sondern in einem Zimmer eines ganz gewöhnlichen Mehrfamilienhauses. Die insgesamt neun Zimmer befinden sich alle im Groninger Viertel Korrewegwijk. Jedes Zimmer hat eine einzigartige Einrichtung rund um ein bestimmtes Thema. So gibt es zum Beispiel ein Eiszimmer, aber auch ein Moulin Rouge-Zimmer und ein Zimmer im Stil der Fernsehserie „Unsere kleine Farm.“ Dank Stee in Stad können Touristen Groningen nun so erleben wie die Groninger selbst. Und das auch noch in einer einzigartigen Unterkunft und zu einem erschwinglichen Preis ab 69 Euro für zwei Personen pro Nacht, inklusive Frühstück.

www.steeinstad.nl; http://toerisme.groningen.nl

 

 

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