Touristik Informationen TIN Dezember 2009
43. Jahrgang /16.12.2009

01 Themenjahr Holland Art Cities: Kandinsky & Der Blaue Reiter in Den Haag
02 Nah am Wasser gebaut: Amsterdam Water Sensations 2010
03 Holländischer Erfindungsgeist: Ausstellung für die ganze Familie in Rotterdam
04 Lichtspektakel der Feuerdrachen: China-Festival im Zoo Emmen
05 Fröhliche Trinker: Szenen aus der Taverne im Rijksmuseum
06 Aufgehende Sterne: Michelin zeichnet niederländische Restaurants aus
07 Als die Birne zum Leuchten gebracht wurde: Philips Glühlampen Fabrik Eindhoven
08 Angebote, Tipps und Pepernootjes: Winterspezial auf der neuen Seite niederlande.de

Niederländisches Büro für Tourismus & Convention
Pressestelle – Alexandra Klaus
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01 Themenjahr Holland Art Cities:
Kandinsky & Der Blaue Reiter in Den Haag
Mit dem Ziel, die akademische Malerei von erstarrten Traditionen zu befreien, gründeten Wassily Kandinsky und Franz Marc 1911 in München die Gruppe „Der Blaue Reiter“ – und machten die Gruppe zum Aushängeschild des Expressionismus. Das Gemeentemuseum Den Haag zeigt vom 6. Februar bis zum 24. Mai einige ihrer bedeutendsten Werke. Zu Recht kann die Schau einzigartig genannt werden: Zum ersten Mal in den Niederlanden wird eine Übersicht der wichtigsten Exemplare der expressionistischen Malerei aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt.
Neben Marc und Kandinsky gehörten dem Künstlerkollektiv August Macke, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Paul Klee an. Offizielle Mitglieder waren sie nicht, doch sie vereinte ein gemeinsames Interesse für sowohl primitive Kunst als auch zeitgenössische Strömungen. Vor allem Mondriaan und Kandinsky waren maßgeblich für die zwei Hauptströmungen des noch jungen 20. Jahrhunderts verantwortlich: So gab es einerseits die geometrische Bewegung, die eher rational war und nach einer Reduzierung der darstellenden Mittel strebte, und andererseits die lyrische, die auf Improvisation, Emotion und Intuition basierte. Das Gemeentemuseum vereint in der Ausstellung beide Strömungen und gibt Aufschluss über die Verbindungen zwischen den einzelnen Künstlern.
„Kandinsky & Der Blaue Reiter“ – 6. Februar bis 24. Mai 2010
Gemeentemuseum Den Haag, Stadhouderslaan 41, Den Haag
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr
www.gemeentemuseum.nl; www.hollandartcities.com
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02 Nah am Wasser gebaut:
Amsterdam Water Sensations 2010
Das Wasser prägt das Stadtbild von Amsterdam: Die Bewohner errichteten ihre Stadt komplett auf Pfählen und schufen auch jüngst ganze neue Stadtteile auf dem Fluss IJ. Man kämpfte seit der Stadtgründung gegen das Wasser und lebte zugleich von ihm. Da liegt es nahe, dass Amsterdam diese vielschichtige Beziehung zum Thema des Jahres 2010 macht. „Amsterdam Water Sensations 2010“ wird ein vielseitiges Programm beinhalten: Festivals auf dem Wasser wie das Over ‘t IJ Festival, Ausstellungen, besondere Bootsrundfahrten und Stadtrundgänge sowie als Höhepunkt die Sail Amsterdam 2010. Dieses Windjammertreffen vom 19. bis 23. August ist eines der größten der Welt und lässt Scharen von Besuchern einen Blick auf die maritimen Spitzenleistungen der Niederlande und anderer Seefahrernationen werfen.
Das Themenjahr bietet die Chance, die jahrhundertealte ebenso wie die aktuellen Bande zwischen Amsterdam und dem Wasser zu entdecken. So spielt auch der umweltbewusste, nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser eine große Rolle im Programm.
Weitere Informationen: www.iamsterdam.com; www.niederlande.de
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03 Holländischer Erfindungsgeist:
Ausstellung für die ganze Familie in Rotterdam
Eine spannende Ausstellung für die ganze Familie zeigt die Kunsthal Rotterdam mit „Made in Holland: Niederländische Erfindungen“ vom 19. Dezember bis 21. März 2010. Anhand ausgeklügelter Entwürfe und Modelle wird gezeigt, wie die Niederländer im Lauf der vergangenen Jahrhunderte ihre Erfindungen machten und an Probleme herangingen. Manchmal veränderten kleine Entwürfe die Gesellschaft. Die Ausstellung gibt Jung und Alt die Chance, selbst Modelle zu testen, Produkte zu verbessern und Pläne zu skizzieren. In einer Windturbine etwa werden die Besucher herausgefordert, einen sturmresistenten Regenschirm zu testen, sie werden an den Operationstisch gebeten, und eine Maschine lehrt sie das „Schwimmen“.
„Made in Holland: Niederländische Erfindungen“ – 19. Dezember bis 21. März. Kunsthal Rotterdam, Museumpark, Westzeedijk 34, Rotterdam
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertag 11 bis 17 Uhr.
Weitere Informationen: www.kunsthal.nl (auf Englisch); www.rotterdam.info
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04 Lichtspektakel der Feuerdrachen:
China-Festival im Zoo Emmen
Die bunte Welt Chinas ist bis zum 10. Januar zu Gast im Zoo Emmen in der niederländischen Provinz Drenthe. Wo tagsüber Nashörner und Leopardenbabys ihre Runden ziehen, sind in den Abendstunden 32 riesige, hell erleuchtete Kunstwerke von bis zu 17 Metern Höhe zu bewundern. Seit April haben mehr als 40 chinesische Konstrukteure an den Figuren gearbeitet: Aus Draht und Stoff, Porzellan und Besteck entstanden überdimensionale Pandas, Tiger, Elefanten und Feuerdrachen. Die Figuren erstrahlen in allen Farben und stehen symbolisch für die Erfüllung bestimmter Wünsche ihrer Betrachter wie Glück, Erfolg oder Gesundheit.
China Festival of Lights – bis 10. Januar 2010
Dierenpark Emmen, Hoofdstraat 18, Emmen
Öffnungszeiten: Täglich 16 bis 22 Uhr (geschlossen am 25. Dezember, Silvester und Neujahr) Eintritt: Erwachsene 14,50 Euro, Kinder von 4 bis 11 Jahren 9,50 Euro.
Weitere Informationen: www.chinafestivaloflights.de
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05 Fröhliche Trinker:
Szenen aus der Taverne im Rijksmuseum
Rembrandt gilt als fröhlicher Geselle, der einem guten Tropfen nicht abgeneigt war und so manchen Gulden in der Taverne ließ. Auch auf seinen Bildern sieht man sie: Szenen aus der Schänke, rauchende und trinkende Gäste mit erhobenen Krügen. Das Thema war zur Blütezeit der Niederlande im 16. und 17. Jahrhundert äußerst beliebt, wie die Ausstellung „Szenen aus der Taverne“ im Rijksmuseum Amsterdam zeigt. Die Gemälde sollten gleichermaßen unterhalten wie belehren und wurden als Drucke in großer Zahl vervielfältigt. Gleich 18 Zeichnungen und Drucke großer Meister wie Adriaen Brouwer, Cornelis Bega, Adriaen van Ostade und Rembrandt sind bis zum 1. März 2010 zu sehen und bieten dem Besucher einen Blick auf die feucht-fröhliche Seite des „Goldenen Zeitalters“.
„Szenen aus der Taverne“ – bis 1. März 2010
Rijksmuseum, Jan Luijkenstraat 1, Amsterdam
Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 18 Uhr, freitags von 9 bis 20.30 Uhr
Weitere Informationen: www.rijksmuseum.nl
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06 Aufgehende Sterne:
Michelin zeichnet 91 niederländische Restaurants aus
Die neue Ausgabe des Feinschmeckerführers Michelin lässt keinen Zweifel: die niederländischen Spitzenköche haben in den vergangenen Jahren erfolgreich gegen den eher mäßigen kulinarischen Ruf ihres Heimatlandes angekocht. Im Vergleich zum Vorjahr dürfen sich gleich zwölf Restaurants über eine höhere Auszeichnung freuen, und so verfügt Holland nun über 91 Sternerestaurants, zwei davon mit der Höchstauszeichnung von drei Sternen („Oud Sluis“ in Sluis und „De Librije“ in Zwolle). 14 Restaurants schmücken sich mit zwei Sternen. Damit ist die Zahl der Feinschmeckerrestaurants erneut gestiegen. Im Vorjahr hatten 83 Restaurants mindestens einen Stern erhalten.
Einer der Aufsteiger und ab sofort Träger von zwei Sternen ist Restaurant Boreas in Heeze (Noord-Brabant), das Chefkoch Nico Boreas zusammen mit seiner Frau Sonja führt. In einem stimmungsvollen Bau aus dem Jahr 1916 servieren sie ihren Gästen Kreationen aus der französischen Küche. Gleich zwei Sterne-Restaurants beherbergt das Hotel Okura Amsterdam in Amsterdam: das französische Restaurant „Ciel Bleu“, das als einziges Restaurant im Amsterdamer Zentrum zwei Sterne trägt, und das japanische Restaurant Yamazato mit einem Michelin-Stern. Um diese Besonderheit zu feiern, präsentieren die Sterneköche vom 10. Januar bis zum 28. Februar ein „Dine Around“-Menu mit drei japanischen Gängen im Yamazato-Restaurant und anschließend drei französischen Gängen im Ciel Bleu Restaurant (120 Euro pro Person). Wer selbst zum Kochlöffel greifen möchte, kann dies ebenfalls im Hotel Okura: Hier wurde jüngst ein eigenes Kochstudio eröffnet, wo Gäste die Gerichte der Sterneköche nachkochen können.
Weitere Informationen: www.dinnersite.nl (auf Englisch); www.okura.nl
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07 Als die Birne zum Glühen gebracht wurde:
Philips Glühlampen Fabrik Eindhoven
Im Zentrum der Stadt Eindhoven steht noch immer die erste Philips Fabrik aus dem Jahr 1891, in der vor mehr als 100 Jahren die ersten Glühlampen hergestellt wurden. In den ehemaligen Werkstätten begibt man sich auf eine Zeitreise: Zahlreiche Erfindungen gingen bei Philips in Produktion, allen voran die Glühbirne. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Betriebs zeigt und erklärt den Besuchern alles bis ins Detail. Jahrzehntelang bestimmte die Glühbirne die Identität der Firma. In den nächsten Jahren aber wird sie aus ökologischen Gründen durch die Energiesparlampe ersetzt. Im gleichen Gebäude wie die ehemaligen Werkstätten befindet sich auch das das Zentrum für Kunstlicht in der Kunst. Ständig wechselnde Ausstellung zeigen hier Skulpturen, Malereien und andere Kunstobjekte zum Thema Kunstlicht.
Philips Gloeilampenfabriekje, Emmasingel 31, Eindhoven
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 14 bis 15 Uhr und Sonntag,13 bis 15 Uhr (gleichzeitig Führung). Eintritt: 4 Euro (Kombiticket Museum und Zentrum für Kunstlicht in der Kunst 6 Euro)
Weitere Informationen: www.kunstlichtkunst.nl (auf Englisch)
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08 Angebote, Tipps und Pepernootjes:
Winterspezial auf der neuen Seite www.niederlande.de
In neuem Gewand erscheint die Internetseite des Niederländischen Büros für Tourismus & Convention. Deutschsprachige Touristen und Geschäftsreisende können nun das abwechslungsreiche Urlaubsangebot der Niederlande auf persönliche und inspirierende Weise „erleben“. Die Informationen auf www.niederlande.de sind auf verschiedene Arten erhältlich: indem man entweder auf Fotos, Städte und Regionen oder auch auf Themen wie „Familienurlaub“ und Aktivitäten klickt. Eine Besonderheit: Urlauber können sich auch von ihrer Stimmung leiten lassen. Wer beispielsweise fröhlich ist, bekommt entsprechende Angebote, ebenso wie die Touristen, denen nach Romantik zumute ist.
Ebenfalls neu ist das Winterspezial auf www.niederlande.de. Es bietet Tipps und Ideen für die kalte Jahreszeit. Die Angebote reichen von Weihnachtsmärkten über Rezeptideen wie „Pepernootjes“ bis hin zu Veranstaltungen wie einem Eisskulpturenfestival.
Zwei Beispiele aus dem Winterspezial:
Freilichtmuseum Arnheim: Winter wie zu Großmutters Zeiten
Früher waren die Winter weißer, die Tage kälter, und kein Fernsehgerät verkürzte die langen Abende. Diese Erinnerungen der älteren Generationen kann man bis zum 17. Januar im Freilichtmuseum Arnheim nachleben. Während der dunkelsten Zeit des Jahres öffnet das Museum seine Türen und lädt zum Wintervergnügen vergangener Jahrhunderte ein.
Zwischen den alten Gebäuden steht nun eine Eisbahn, auch gibt es eine Rodelstrecke. Nach der Bewegung an der frischen Luft locken wärmende Getränke und Speisen. Erbsensuppe nach Großmutters Rezept, Glühwein und Kakao stehen bereit, und auch der niederländische Eintopf „Stamppot“ darf nicht fehlen. Kinder können über dem Feuer Brot backen, während ihre Eltern über den Handwerkermarkt bummeln. Doch auch die Schattenseiten früherer Zeiten beleuchtet das Museum: Oft wurden die Vorräte knapp, ein zünftiges Weihnachtsessen konnten sich nur die Reichen leisten, und in den dunklen Gassen trieben zwielichtige Gestalten ihr Unwesen. Ein weiterer Bestandteil des Winterevents sind Wochenendkonzerte in der Museumskirche.
Nederlands Openluchtmuseum, Schelmseweg 89, Arnheim
Öffnungszeiten: 11 bis 19 Uhr (Ausnahmen: 24. und 31. Dezember bis 17 Uhr, geschlossen am 1. Weihnachtsfeiertag und Neujahr)
Eintritt: Erwachsene 14 Euro, Kinder von 4 bis 12 Jahren zahlen 9,80 Euro.
www.openluchtmuseum.nl
Ritter auf der Veluwe: Mittelalterliches Mittwinterfest
Eine winterliche Reise ins Mittelalter erleben die Besucher des Mittwinterfestes in Bussloo, am Rand des Nationalparks Hoge Veluwe in der Provinz Overijssel. Am 29. und 30. Dezember findet das Spektakel für die ganze Familie statt. Jedes der Marktlager steht unter einem anderen Thema: Ritter hoch zu Ross, Schwertkämpfer, Troubadoure, Handwerker und Geschichtenerzähler zeigen ihr Können und laden zum Mitmachen ein. So können Kinder etwa Bogenschießen lernen. Am Lagerfeuer werden Speisen angeboten, und frisch gestärkt geht es zur Raubvogelschau.
Mittelalterliches Mittwinterfest, Kneuterstraat, Bussloo
Öffnungszeiten: 29. und 30. Dezember von 11 bis 16 Uhr. Eintritt 6 Euro.
Weitere Informationen: www.middeleeuwsmidwinterfeest.nl
www.niederlande.de





